Myofasziale Triggerpunkttherapie

Was sind Triggerpunkte?

 Fast jeder hat in seinem Leben schon einmal Bekanntschaft mit Triggerpunkten gemacht. Es sind teils extrem schmerzhafte knotenartige Punkte in der Muskulatur, die den Schmerz bis in weit entfernte Körperregionen ausstrahlen können. Sie können durch akute oder chronische Überlastungen, Überdehnungen, Zerrungen oder durch ein direktes Trauma der Muskulatur entstehen. Charakteristisch für Triggerpunkte ist:

  • die strangartige Verspannung der Muskulatur (Hartspannstrang)
  • die Druckschmerzhaftgkeit eines Punktes im Muskel
  • die Wiedererkennung der Syptome seitens des Betroffenen, wenn der Punkt durch Druck oder mit einer Akupunkturnadel gereizt wird

Was machen Triggerpunkte?

Triggerpunkte haben ein sehr vielfältiges Störpotenzial auf den Körper. Einige der möglichen Auswirkungen sind:

  • lokale und ausstrahlende Schmerzen bei Belastung oder sogar in Ruhe/ in der Nacht
  • Bewegungseinschränkungen, Steifigkeit, Dehnungsschmerz
  • Verlust der Balance, Instabilität
  • Kraftverlust, Schwäche
  • Beeinträchtigung der Koordiantion
  • Störung der Sensibilität, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühl
  • Ausstrahlung auf die Organe (Pseudo-Bauchschmerzen/ -Unterleibsschmerzen/ -Angina Pectoris, etc.)

Durch die starke Verspannung der Muskulatur werden die feinen Blutgefässe des selben Muskles, die die ihn mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen, komprimiert. Infolge kommt es zu einer Energiekrise im Muskel, wodurch sich die Verspannung verstärkt und der Schmerzpegel immer weiter ansteigt.

Triggerpunkte können über Jahre und Jahrzehnte hinweg bestehen und während dessen mehr oder weniger schmerzhaft sein. Je älter sie sind, desto stärker sind die Auswirkungen auf das Bindegewebe, das vor allem in der Triggerpunktregion verklebt und hart wird. Die Therapie wird dadurch entsprechend aufwendiger und die Heilung dauert länger.

Hier sehen Sie einige typische Triggerpunkt-Phänomene mit deren Ausstrahlungsgebieten:

Woher kommt die Triggerpunkttherapie?

Die Triggerpunkttherapie wurde massgeblich von Dr. Janet Travell und Prof. David G. Simons in den USA erforscht und entwickelt.


Was ist das Ziel der Triggerpunkttherapie?

Durch verschiedene manuelle Techniken, wie Druck auf schmerzende Punkte, teils in Kombination mit Muskelanspannungen und Bewegungen, werden die Verspannungen gelöst. Dadurch verbessert sich die Durchblutung und die Nährstoffversorgung im betroffenen Muskel und die typischen Symptome nehmen ab oder verschwinden ganz. Ein wichtiger Teil der Behandlung ist auch das Lösen von Verklebungen im Bindegewebe und das Anleiten eines Heimprogramms in Form von verschiedenen Dehnungs- und Anspannungsübungen.

Und was ist das Dry Needling?

Beim Dry Needling (=trockenes Nadeln, da kein Medikament verabreicht wird) werden die entsprechenden Triggerpunkte millimetergenau gesucht und mit sterilen Akupunkturnadeln behandelt. Wird der Punkt genau getroffen, dann zuckt der Muskel (sog. Local Twitch Response). Das Dry Needling ist sehr effektiv zur Behebung von Triggerpunkten. Oft zeigt sich schon nach einmaliger Behandlung eine massive Verbesserung der Symptome.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Schmerzen sind ein wichtiger und unumgänglicher Teil der Behandlung mit manueller Triggerpunkttherapie und Dry Needling, da sie genau anzeigen, ob der richtige Punkt gefunden ist. Das ist immer dann der Fall, wenn Sie Ihre Beschwerden wiedererkennen. Dadurch wird die Behandlung effektiver und schneller und Ihre eigentlichen Symptome bessern sich. Der auftretende Schmerz ist teils sehr unangenehm, aber Sie haben jederzeit die Möglichkeit mittels Kommunikation die Behandlung zu pausieren. Nach der Behandlung kann die betroffene Partie noch erhöht schmerzempfindlich sein (Tomatengefühl) oder man fühlt sich abgeschlagen oder aufgedreht. Alle "Nachwehen" der Therapie verschwinden meist sehr schnell und sind keineswegs gefährlich oder ungesund.

Hier noch einige Bilder der Triggerpunkttherapie bzw. dem Dry Needling:

Alle Fotos aus dem Unterrichtskript Triggerpunkttherapie und Dry Needling, mit der freundlichen Genehmigung von Daniel Bühler, Senior-Instruktor der IMTT.

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